Now Playing Tracks

adventuretime:

Best. Flag Day. Ever.

boompen:

Hi guys, it’s your trusty editor Shannon, and IT IS A BIG DAY FOR COVERS IN THE WORLD OF ADVENTURE TIME! 

We’ve got awesome ADVENTURE TIME #8 covers by the trusty Chris Houghton, indie superstar Drew Weing, the talented Colleen Coover, and superstar cartoonist Phil McAndrew coming at you!

In the world of MARCELINE AND THE SCREAM QUEENS #3, we have a RAD homage to Liz Phair’s “Exile in Guyville” from JAB, a sick concert poster from Yuko Ota, and a limited variant cover from the incredible Vera Brosgol. 

These are some of my favorite covers we’ve ever done, and you can get them all this September! ROCK ‘EM SOCK ‘EM! 

„Wenn jemand auf eine schnulzenhafte Musik irgendwelche Dinge darüber singt, dass Deutschland nicht zu ertragen sei, dann finde ich, dass gerade dieser Song nicht zu ertragen ist, weil er, indem er das Entsetzliche noch irgendwie konsumierbar macht, schließlich auch daraus noch etwas wie Konsumqualitäten herauspresst.
Adorno über Egotronic (via grantelhuber)

Demobericht Stop Acta am 9.6.2012

Nachdem ich die ersten beiden #stopacta Demos in Hamburg verpaßte, nahm ich mir vor, zumindest bei der Dritten am 9.6. mit dabei zu sein.

Nun, ich kann nicht beurteilen wie die vorherigen waren, aber ich war dann doch negativ überrascht über das Nivau der Veranstaltung.

Die Menge war überschaubar, es waren ungefähr 150-200 Leute. Sehr Piraten und Grünen dominiert. Guy Fawkes Masken. Soweit ich mich erinnern kann auschließlich weiß. Ein wutbürgerliches Protestchen.

Sehr schnell wurde ich aber abgestoßen von den anwesenden schlimmen Menschen. Eine Gruppe Punker_innen saß auf dem Bühnenwagen, offenbar weil einer von ihnen, “Odi”, während der Demo schlimme Lieder gröhlen mußte, warum auch immer. Ein anderer schien es witzig zu finden, Passant_Innen mit einem Schild auf den Hintern zu hauen.

Und natürlich durfte auch Homophobie nicht fehlen. Zum Glück wurde dies von Juliana von der Grünen Jugend bei Beginn der Demo sofort angesprochen. Danke dafür. Dies veranlasste denjenigen mit dem Schild jedoch nur, den Spruch durchzustreichen, und “zensiert” darunterzuschreiben. Aha. Du wurdest also ‘zensiert’, weil du deine Homophobie nicht äußern durftest?

Nach einer kurzen Rede von genannter Juliana und Mc Fly vom CCC gings dann auch los. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits zu einem Satelliten der Demo geworden, ich sah mich eher als angeekelten Demo Beobachter denn Demonstrant.

Sehr schlimm fand ich während der Demo die “musikalische Untermalung”, genannter “Odi” gröhlte Anti Acta Parolen wie “Acta du siehst scheiße aus!” und auch der Rest der gespielten Liedtexte haben mich ein bischen in den Mund kotzen lassen: “Stop Acta, für die Freiheit, wir sind der Widerstand!” “Acta your mother is a whore” “Acta ist ein Monstrum, das die Freiheit untergräbt”. Wenn derlei Texte gebraucht werden, um den Protest erlebbar zu machen, was sagt das über das Niveau der teilnehmenden Demonstrant_innen aus?

Auch obwohl manche der Demonstrant_innen sehr jung waren, schien “Odi” auf der Bühne kein Problem damit zu haben “Fuck Acta! Scheiß auf Acta!” ins Mikro zu brüllen. Die Demo brüllte begeistert mit. So ging das die ganze Demo über. Außerdem erzählte “Odi” wie lächerlich er “Acta Emos” fände. Umstehende Passant_Innen waren davon wenig angetan, genauso wenig wie ich.

Schlimme Schilder. Neben den bereits erwähnten homophoben Schild war auch eine Deutschlandfahne vertreten, auf der stand, “Anti Acta”. Während der Demo wurden offenbar von der Fahne und der schlechten Musik mehrere Deutsche angelockt, welche sich neben den Demozug stellten und ihrerseits eine Deutschlandfahne schwenkten.

Zu Verwunderung meinerseits sorgte auch ein hochgehobenes Stück Pappe, auf dem stand “Freiheit macht Angst”. Das kann natürlich ein Witz gewesen sein, allerdings war ich bereits so weit zu glauben, das betreffende Person es vielleicht unwissendlich nicht so meinte. Grusel.

Auf dem Rathausplatz wieder angekommen, wurde noch ein wenig “Scheiß auf Acta!” gerufen (fand ich witzig: Ein Straßenhändler sprang von seinem Laden(?) auf, brüllte faustschwingend “Scheiß auf Acta! Scheiß auf Acta” und gesellte sich zur Demo.) und dann gab es noch zwei kurze Reden, unter anderem von einem jungen Grünen. Acta sei “demokratisch nicht ausreichend legitimiert” und “in geheimen Hinterzimmern” entschieden worden. Wer die zweite Rede vorgetragen hat, weiss ich leider nicht mehr. “Das tödliche Gewinnstreben der Pharmaindustrie könnte millionen Menschen das Leben kosten!” Ohjemine.

Und dann war die Demo zu Ende. Mir war kalt und ich hatte schlechte Laune. Zum Glück traf ich aber noch zwei Freunde und ging mit ihnen ein wenig spazieren.

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Versteht mich nicht falsch, Ich bin kein Acta Befürworter, weswegen es mir auch wichtig war, Präsenz zu zeigen. Wenn der Protest aber aus Kackscheiße und Fluchwörtern besteht, dann ist dieser Protest mir nichts wert.

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